Warum Artenschutz?


 

Artenvielfalt ist für stabile Lebensgrundlagen der Menschheit notwendig. Das
Artensterben ist deshalb eine existenzielle Bedrohung. Speziell in der Landwirtschaft kann Artenvielfalt entscheidend für die Klimawandelanpassung sein. 

 


 

Das Gleichgewicht der Arten wurde durch uns empfindlich gestört.

Faszinierende und wichtige Tier- und Pflanzenarten sind durch unsere falsche und übermäßige Nutzung
der Natur bereits vom Aussterben bedroht. 

Die Menschheit sägt sprichwörtlich am Ast, auf dem sie sitzt.

 

Gründe des Artensterbens:

  • Regenwaldabholzung für Tierfutter, Erdöl und Energiepflanzen
  • Überfischte Fisch-Bestände und Beifang
  • Temperaturerhöhung und Versauerung der Meere durch Treibhausgase
  • Pestizide
  • Zerschneidung von Lebensräumen durch Straßen und Staudämme
  • Außenbeleuchtung als Falle für nachtaktive Insekten 
  • invasive gebietsfremde Arten
  • artenarmer Rasen statt Blumenwiesen
  • unnatürlich viele Hauskatzen als Gefahr für Eidechsen, Vögel,...
  • Lebensraumzerstörung
  • zu wenig ganzjähriges heimisches Blütenangebot für Bestäuber-Insekten

Egal ob wir die moralische Verpflichtung zum Schutz der Artenvielfalt aus
dringender wissenschaftlicher Notwendigkeit oder aus religiöser Schöpfungsverantwortung sehen:

 

 

 

Jede und jeder sollte mithelfen,
die Artenvielfalt zu erhalten!

 

 

Tipps: 

Was kann ich bei mir zu Hause im Garten machen?

  1. vielfältiges heimisches Blütenangebot schaffen
  2. Außenbeleuchtung minimieren
  3. Pestizide vermeiden
  4. Nistmöglichkeiten für Insekten und andere Arten
  5. heimische oder essbare Pflanzen im Garten

 

Klimaschutz = Artenschutz:

  1. Möglichst nicht fliegen
    Sondern nachhaltig reisen oder Heimaturlaub. Zug statt Flug?
    Fliegen ist das mit Abstand klimaschädlichste Vergnügen.
    Es besteht aber die Möglichkeit seinen Flug durch CO2-Kompensation nachhaltiger zu gestalten.
    z.B.: hier
     
  2. Lebensmittelverschwendung vermeiden
    Ungefähr ein drittel der Lebensmittel wird momentan verschwendet. 
    z.B. in Supermärkten vorzugsweise Lebensmittel kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum kaufen, ...

  3. Weniger tierische Lebensmittel 
    bzw. nachhaltigere Alternativen konsumieren. 
    Aber ACHTUNG:
    Beispielsweise ein AMA-Gütesiegel-Schnitzel wird leider Großteils mit Soja aus
    brasilianischer Regenwaldabholzung produziert. 
    Österreichs landwirtschaftliche Flächen reichen nämlich nicht für unseren hohen Fleischkonsum.
    Bio-Fleisch verursacht zwar kein Artensterben durch Pestizide und Regenwaldabholzung, hat aber auch eine Schattenseite: Einen noch höheren Flächenverbrauch in Österreich (durch geringere Erträge & längeres Tierleben) als konventionelles Fleisch. Fleisch, Eier und Milch sind nicht so flächeneffizient herzustellen wie Speisegetreide, Gemüse und Hülsenfrüchte.
    Die effektivste Lösung ist also eine pflanzliche Ernährung.
    Für viele ist eine rein vegane Ernährung jedoch nicht vorstellbar. Wenn man aber als Durchschnittskonsument seinen Konsum an tierischen Lebensmittel um 50% reduziert,
    leistet man schon einen wertvollen Beitrag. So tut man auch seiner Gesundheit etwas Gutes und muss nicht ganz auf Fleisch verzichten.
    Und falls Sie Landwirtin oder Landwirt sind und vor der Entscheidung stehen ob Stall vergrößern oder nicht?: Investieren Sie im Zweifelsfall lieber nicht! Es ist auch in Ihrem finanziellen Interesse, denn zum Glück essen immer mehr Konsumenten weniger tierische Lebensmittel. Und dieser Trend wird sich hoffentlich im Sinne aller fortsetzen. Steigen Sie also lieber auf pflanzliche Lebensmittelproduktion um. Nur so kann Österreich unabhängiger von Sojaimporten werden und mehr Ernährungssouveränität erlangen. Der Nitratwert im Grundwasser wird es Ihnen auch danken. 

  4. Energie sparen
    Benzin und Diesel enthalten Bioethanol und Biodiesel aus Regenwaldabholzung
    (Palmöl/Zuckerrohr/Rapsöl), weil die ergiebigen Erdölquellen nachlassen.
    Und für Erdöl aus Teersand werden riesige Waldflächen gerodet. Während den Bohr-Arbeiten entweicht oft Methan (ein noch schädlicheres Treibhausgas als CO2) direkt in die Atmosphäre. Um auch hier einen wertvollen Beitrag zu leisten, kann man statt einem SUV auf ein sparsameres Auto umsteigen oder das Auto auch mal stehen lassen. Unter anderem, weil im Strommix immer noch Kohlestrom enthalten ist, empfiehlt sich Strom sparen immer noch (LED, effiziente Wärmepumpen bzw. niedrigere Temperaturen, nur sparsame E-Autos kaufen, Standby aus, ...). Und wer Heizenergie in Form von Brennholz spart, ermöglicht indirekt mehr Artenvielfalt durch mehr Totholz in den Wäldern. Aber auch alle anderen Energieformen sollten sparsam verwendet werden, da beispielsweise auch Biogas aus Ackerkulturen ökologisch äußerst bedenklich (Flächenverbrauch für Monokulturen, Gaslecks, Dilemma Tank oder Teller?, ...) ist. 

 

Was kann ich noch gegen das weltweite Artensterben tun?

  1. Weniger Fisch essen
    Vor allem keine Haie, Schwertfische und gefährdete Thunfischarten essen.
    Auch weniger Lachs und andere Zuchtfische essen hilft,
    da ihnen Fischmehl und Soja gefüttert wird. Lösung: So lange es zu wenig Meeresschutzgebiete gibt, Fisch aus nachhaltiger Fischerei als Delikatesse betrachten. Fischratgeber zeigen, welche Arten man noch bedenkenlos essen kann: z.B. Karpfen und Welse. Die effektivste und oft auch gesündere Lösung ist aber auch hier eine pflanzliche Ernährung. Fische sind unter anderem gesund, weil sie Omega-3-Fettsäuren aus Algen enthalten. Große Raubfische enthalten aber immer öfter Giftstoffe durch Bioakkumulation. Warum also nicht gleich (Speise-)Algen mal direkt kosten?
     
  2. Unterstützung von Naturschutzorganisationen
    Spenden, Petitionen unterschreiben, sich informieren, Mithelfen,...
     
  3. Alternative Suchmaschinen 
    Bäume pflanzen: Ecosia
    WWF unterstützen: Panda Search

  4. www.smile.amazon.de statt www.amazon.de
    0,5% des Einkaufswertes werden ohne Mehrkosten für die Kunden an frei wählbare gemeinnützige Organisationen gespendet. z.B. WWF, Sea Shepherd,... Da viele Leute online einkaufen, hätte der einfache Umstieg eine große Wirkung. Andere Onlineshops, aber auch lokale Geschäfte, könnten dem Beispiel folgen. Generell sollte aber natürlich weniger unnötiges Zeug gekauft werden, um den übermäßigen Ressourcenverbrauch zu minimieren. Gerade bei Geschenken fällt das aber oft schwer. Was halten Sie also z.B. von "Zeit statt Zeug" schenken? 

 

Wie können Sie sich heute noch für mehr Biodiversität einsetzen?

Machen Sie heute noch den ersten Schritt!
Egal wie klein - jeder Beitrag ist wichtig und kann der Beginn von etwas Größerem sein!

 

Falls Sie noch weitere Tipps haben, die auf diese Liste gehören, zögern Sie bitte nicht uns diese unter info@artenhof.at mitzuteilen. Und wir würden uns über Feedback freuen, welche Tipps am hilfreichsten für Sie sind. :)

Vielen Dank!